Nahrungsergänzungs­mittel: eher als Ausnahme

Innerhalb der letzten hundert Jahre hat sich unsere Lebenserwartung nahezu verdoppelt: Im Alter gesund zu sein und zu bleiben, ist ein hohes Gut, das gepflegt werden will. Wer meint, mit Nahrungsergänzungsmit­teln seine Gesundheit zu fördern, liegt jedoch meistensfalsch. Auch im Alter bildet eine vollwertige und aus­gewogene Ernährung die Grundlage für Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Wer sich daran hält, benötigt in der Regel keine Zusatzmittel und kann oft noch Geld sparen. Werden Nahrungsergänzungs­mittel ärztlich verordnet, dann ist ihr Einsatz natürlich sinnvoll, wie zum Beispiel die Einnahme von Vitamin D oder Vitamin B12.

Schon gewusst?
In den 1980er­ und 1990er­Jahren reduzierte man die positiven gesundheitlichen Effekte von Gemüse und Obst auf bestimmte Inhaltsstoffe, vor allem Vitami­ne. Die heutige Ernährungsforschung weiß, dass sich die Vielfalt an Inhaltsstoffen der unterschiedlichen Lebensmittel positiv auf die Gesundheit auswirkt. Nah­rungsergänzungsmittel können eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung daher nicht ersetzen.

Expertenrat
Sie alle kennen die Postwurf-sendungen oder Werbeanzeigen in Zeitschriften, in denen Mittel gegen alle möglichen alterstypi-schen Beschwerden angeboten werden. Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn Ihnen „Wunder-wirkungen“ versprochen werden. Meist sind die Versprechungen zu schön, um wahr zu sein. Fühlen Sie sich erschöpft, möchten einer Krankheit vorbeugen oder ver-muten eine Mangelerscheinung, dann gehen Sie zu einem Arzt Ihres Vertrauens, lassen sich untersuchen und professionell beraten.

Weiterführende Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln auf:
Nahrungsergänzung
Klartext Nahrungsergänzung
Glossar Nahrungsergänzungsmittel

Quellenangabe: Auszug aus der Broschüre „66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Bundesministerium für Gesundheit, Stand: Juni 2015.

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